Energie Management

Was ist Energiemanagement?

Energie Management hat im wesentlichen drei Aufgaben:

  • Schonung der natürlchen Resourcen
  • Schutz des Klimas und
  • Senkung der Kosten

Die ISO 50001 bietet ein Rahmenwerk zum Aufbau und Betrieb eines Energie-Management-Systems (EMS). Sie wendet Konzepte an, die in anderen Rahmenwerken bereits erfolgreich eingesetzt werden. Ein Beispiel ist der Demming Cycle, der einen kontinuierlichen Verbesserungsansatz verfolgt. Zudem werden die besten Praktiken „Best Practices“ angewendet, die unter anderem auch in anderen Normen und Regelwerken verwendet werden. Im Grunde genommen lässt sich dies als Gesunder Menschenverstand „Common Sense“ umschreiben.

Insgesamt betont die Norm die Wichtigkeit der Wirksamkeit bei der Umsetzung und versucht überbordende Dokumentationen und lebensfremde Verfahren zu vermeiden.

Energie Management hat in der Praxis unmittelbar einen wirtschaftlichen Nutzen. Dadurch lässt sich der Mehrwert der ISO 50001 oft leicht beziffern. Dies gilt in besonderem Maße für Deutschland. Nach Dänemark belegt Deutschland den zweiten Platz in bezug auf die Höhe der Stromkosten.

Um die Wirksamkeit des Energie Management Systems nachzuweisen, reicht es in der Regel aus, die Energiekosten über die Jahre geeignet zu vergleichen.

(vergleich hierzu auch: strom-report.de)

Energie Management Process PDCA

Wie sieht Energiemanagement in der Praxis aus?

Wer mit Energie-Management beginnt hat zwei wesentlichen Fragen zu stellen:

  • Wie führe ich ein EMS richtig ein?
  • Wie setze ich das EMS in der Praxis ein um meine Ziele zu erreichen?

In diesem Bereich wollen wir diese Fragen beantworten. Praxisnahe Beispiele werden die Konzepte und deren Umsetzung verdeutlichen. Das erforderliche Hintergrundwissen soll dabei so einfach wie möglich vermittelt werden.

Wie führe ich ein Energie Managegement System richtig ein?

Wie in dem Schema verdeutlicht, besteht der Energie Management Prozess der kontinuierlichen Verbesserung aus vier Phasen:

  • planen
    umfasst dabei die Tätigkeiten, die in der Grafik rechts oben dargestellt sind. Die Definition der Energie Management Politik und der Aufbau der Organsation stehen an erster Stelle. Dann folgt die Erstellung einer Ausgabsbasis, die alle Verbraucher erfasst und bewertet. Von der Ausgangsbasis können dann Kennzahlen abgeleitet und Ziele definiert werden. Die Ziele münden dann in Aktionsplänen, die ein Hauptprodukt der Planungsphase darstellen.
  • durchführen
    Neben dem Hauptteil, der Umsetzung des Aktionsplans stehen hier die operativen Aspekte wie Dokumentation, Kommunikation, Beschaffung und Training im Vordergrund
  • überprüfen
    Nach der Umsetzungsphase muss überprüft werden, ob die Ziele erreicht wurden. Hierzu sind in der Regel Messsysteme und Verfahren zu definieren. Zudem müssen rechtliche Aspekte auf ihre Einhaltung hin überprüft werden. Die Wirksamkeit des Energie Management Systems wird mit internen Audits überprüft. Etwaige Abweichungen werden erfasst, Korrekturen vorgenommen und Vorbeugemaßnahmen eingeleitet und alles muss vollständig dokumentiert werden.
  • handeln
    Die Ergebnisse werden vom Energie Manager in einen Bericht zusammen gefasst. Im Management Review überprüft in der Regel der Geschäftsführer die Zielerreichung und beauftragt den Start des nächsten Planungszyklus

Wie setze ich das Energie Management System in der Praxis ein um meine Ziele zu erreichen?

Aus vielfacher Erfahrung nimmt die Norm das Top_Management in die Pflicht:

  • eine Energiemanagement Organisation einzurichten,
  • Ressourcen bereit zu stellen,
  • eine Energie Politik zu definieren,
  • den Rahmen des Energie Managements abzustecken und
  • Energieziele fest zu legen

Ohne diese entscheidenen Schritte, ist kein vernünftiges Energie Management durchführbar und auch nicht zertifizierbar.

Um einen definierten Startpunkt zu haben, wird die Energetische Ausgangsbasis ermittelt. Sie dient als Referenzpunkt für die Wirksamkeitsbetrachtung und als Grundlage der Planung.

Während der Planungsphase werden zu den Energiezielen sogenannte Energie Performance Indikatoren (EnPI's) festgelegt, die helfen den Fortschritt der Energieoptimierung zu überprüfen.

Anschließend kann mit der Entwicklung von Maßnahmen und Projekten begonnen werden.

Nach der Umsetzung findet die Überprüfung statt und der Grad der Zielerreichung wird festgestellt.

Abweichungen werden dokumentiert, Korrekturen durchgeführt und Maßnahmen zu Vermeidung eingeleitet. Dies gilt sowohl für einzelne Projekte als auch für das Gesamtsystem.

Schießlich präsentiert der Energie Manager dem Top Management den Auditreport und legt mit ihm die neuen Ziele fest.

Das bei diesem Prozess alle Schritte in geeigneter Weise dokumentiert und rechtliche Aspekte berücksichtigt werden müssen, sollte nicht unerwähnt bleiben.